
Das Projekt "NEURoTEAMS Gelsenkirchen" - der Anspruch, die Versorgungsqualität für Patienten mit neurologischen Erkrankungen nachhaltig zu verbessern.
Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Fallkontrollstudie mit explorativem Charakter unter wissenschaftlicher Leitung von PD Dr. Busch. Diese Studie ist bislang einzigartig in Deutschland und verfolgt die Zielsetzung, Patienten mit neurologischen Krankheitsbildern wie MS, Schlaganfall und Parkinson durch interdisziplinäre Zusammenarbeit im ambulanten Bereich zu individuellen Therapieerfolgen zu verhelfen, die der Persönlichkeit des Patienten gerecht werden. Im Vergleich zur Kontrollgruppe, die keine zusätzlichen Maßnahmen erhält, erwartet man bessere Langzeiterfolge. Es soll mit der Studie nachgewiesen werden, dass die Studienteilnehmer von der Vernetzung der Disziplinen in besonderer Weise profitieren! Die Studie ist auf einer Zeitachse von 2 Jahren angelegt. Die Teilnahme je Patient erstreckt sich auf einen Therapiezeitraum von einem Jahr.
Die objektive Bewertung der Patienten zu Therapiebeginn und am Ende erfolgt im Rahmen von international anerkannten Scorings
Für die praktische Umsetzung werden sogenannte regionale, d.h. Stadtteil bezogene Teams gebildet, die sich aus den drei Disziplinen Krankengymnastik/Physiotherapie und Logo-, sowie Ergotherapie zusammensetzen.
Patienten werden aus der Gruppe derer, die in der Neurologie der Ev. Kliniken stationär behandelt wurden, als auch aus einer Patientengruppe, die in Praxen direkt vorstellig wurden, für diese Studie rekrutiert. Dabei müssen sie folgende Voraussetzungen, sogenannte "Einschlusskriterien", erfüllen: Alter: zwischen 18 und 90 Jahren, mit o.g. Erkrankungen und den daraus resultierenden rehabilitationsbedürftigen funktionellen Defiziten.
Es müssen zumindest Maßnahmen zwei unterschiedlicher Disziplinen erforderlich sein. Die Patienten sollten in der Lage sein, Fragen zu beantworten. Sofern das jedoch aufgrund neurologischer Defizite nicht möglich ist, sollte eine Betreuungsperson, die zu den entscheidenden Untersuchungen anwesend ist und im Sinne des Patienten antworten kann, zur Verfügung stehen.
Einmal pro Quartal findet ein persönliches Treffen der Teams statt, in dem die Einzelsituationen unter Berücksichtigung der Patienten-Präferenzen (!) besprochen werden.
Der Patient erhält hierzu einen Patientenpass, in dem die Daten dokumentiert sind und der dem multidisziplinären Info-Austausch dient, außerdem körperliche und seelische Veränderungen während der Behandlung aufzeichnet.
Lesen Sie weiter:
Ist Teamarbeit in der ambulanten Versorgung eine Zukunftsvision?
Wovon profitiert das Team? Was soll langfristig erreicht werden?
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Hier der komplette Bericht als PDF:
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Datum der letzten Änderung: 23. Juni 2009